Die HSG Römerwall hat in der Bezirksoberliga ein schwaches Auswärtsspiel bei der HSV Rhein-Nette noch in einen 16:14-Erfolg gedreht und damit zwei enorm wichtige Punkte mit auf die schöne Rheinseite genommen.
Von Beginn an war die HSG zwar körperlich auf dem Feld, nahm jedoch spielerisch kaum am Geschehen teil. Viele Ungenauigkeiten, fehlende Abstimmung und eine insgesamt schläfrige Anfangsphase luden die Gastgeberinnen immer wieder zu einfachen Toren ein. Glück aus Römerwaller Sicht: Andernach konnte aus der klaren Überlegenheit nur begrenzt Kapital schlagen, sodass es „nur“ mit einem 5:9-Rückstand in die Halbzeitpause ging.
In der Kabine fand Trainer Marvin Klaes dann die richtigen Worte und rüttelte seine Mannschaft wach. Mit mehr Einsatz, besserer Abwehrarbeit und deutlich mehr Zug zum Tor kämpfte sich die HSG Stück für Stück zurück in ein weiterhin sehr zerfahrenes Spiel. Tor um Tor verkürzten die Gäste den Rückstand und hielten den Druck hoch.
Der Lohn folgte in der 54. Minute, als Römerwall erstmals die Führung übernehmen konnte. In der hektischen Schlussphase behielt die HSG dann die besseren Nerven, verteidigte konsequent und setzte vorne die entscheidenden Nadelstiche.
Besonders erfreulich: Zahlreiche Fans hatten den Weg auf die andere Rheinseite auf sich genommen und sorgten auch in schwierigen Phasen für lautstarke Unterstützung. Für diesen Einsatz wurden sie am Ende mit zwei hart erkämpften Punkten belohnt.
Zum Schluss steht ein verdienter 16:14-Auswärtssieg, der zwar spielerisch kein Glanzstück war, aber umso wertvoller ist. Mit großem Kampfgeist und Moral sichert sich die HSG Römerwall zwei wichtige Punkte und blickt nun selbstbewusst auf die kommenden Aufgaben.
Für die HSG spielten:
Hanna Fick (Tor), Mia Frerk, Carolina Heßler (4/2), Kristina Kuruc (3), Sophie Labonde, Nele Muthers, Milena Plag, Leonie Richarz (1), Chantal Sommer, Anika Sorg (3), Anna Lena Suppus (1), Lea Zoons (4)